PEaP 4.0 – Die Ausganglage

PEaP 4.0 wird im Rahmen der Nationalen Weiterbildungsstrategie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Das Ziel des Projekts ist der Aufbau eines Weiterbildungsverbunds in der ambulanten Pflege.

Die Branche sieht sich gegenwärtig drei bedeutenden Entwicklungen gegenüber: Die Weiterbildungsstruktur in Deutschland wird neuformiert. Die Pflegelandschaft befindet sich im Umbruch und gerät durch den Mangel an Fachkräften bei wachsenden Anforderungen unter Druck. Die Digitalisierung durchdringt den gesamten Gesundheitsbereich und verändert Berufsbilder. Hinzu kommen regionale und branchenspezifische Herausforderungen: In NRW werden von 2823 Pflegedienste mehr als 182.000 Pflegebedürftige versorgt. Jedes Unternehmen beschäftigt im Schnitt 30 Mitarbeitende, die Hälfte davon in Teilzeit. Damit hat dieser Versorgungsbereich überwiegend die Struktur von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU).

Aufbau eines Weiterbildungsverbunds für Personalentwicklung in der ambulanten Pflege

Der Weiterbildungsverbund PEaP 4.0 soll ambulanten Pflegediensten im Ruhrgebiet den Aufbau von Personalentwicklungsstrukturen ermöglichen. Qualifizierungen mit unmittelbaren Bezug zur Betriebspraxis sollen unternehmensübergreifend angeboten werden. Ausgangspunkt für die Qualifizierungen sind die betrieblichen Bedarfe, die im Verbund zunächst erfasst werden. Auf der Grundlage der Bedarfe wird eine verbundweite Beratungsstruktur aufgebaut. Führungskräfte, Qualitätsmanagementbeauftragte oder Inhaber*innen der Unternehmen werden hinsichtlich der benötigten Kompetenzentwicklung und Qualifizierungen beraten. Gleichzeitig richtet sich das Beratungsangebot auch Mitarbeitende die in ihrer persönlich-berufliche Entwicklung begleitet werden wollen. In PEaP 4.0 kommen digitale Tools zur Anwendung. Onlineberatung, Lernmanagementsysteme, Onlinekurse oder E-Learning gehören zum Angebot. Mit dem Weiterbildungsverbund PEaP 4.0 wird ein Referenzmodell in der Gesundheitswirtschaft geschaffen, das inhaltlich und strukturell ein Novum in der Region ist.

PEaP – Kooperationen und Netzwerke

PEaP 4.0 startet als Projekt mit einer Kerngruppe von acht ambulanten Pflegediensten und vier Projektpartnern. Das BiG Bildungsinstitut im Gesundheitswesen Essen ist Konsortialführer des Projekts. MedEcon Ruhr ist das zentrale gesundheitswirtschaftliche Netzwerk in NRW. Die Tutoolio GmbH bietet digitale Lernarchitekturen an und MaxQ ist der auf Gesundheitsberufe spezialisierte Unternehmensbereich des  Berufsfortbildungswerk des DGB in Castrop-Rauxel.

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